"Web OS" bzw. "webOS" ist das mobile Betriebssystem der Firma Palm, welches erstmals auf der Consumer Electronics Show 2009 am 8. Januar 2009 vorgestellt wurde. Die Live-Vorführung in Las Vegas konnte bereits zeigen, dass das Betriebssystem ohne lange Wartezeiten arbeiten kann, was man von anderen mobilen Betriebssystemen noch nicht kannte. Beim webOS handelt sich um das Nachfolge-Betriebssystem des Palm OS und ist auf eine Touchscreen-Bedienung angepasst. Der Name ist auf eine enge Verflechtung mit dem Internet zurückzuführen. Möchte Palm doch mit diesem Betriebssystem in der ersten Liga mitspielen und den Konkurrenten Apple samt iPhone herausfordern. Die Neuentwicklung des webOS ist darauf zurückzuführen, dass die letzte Version von Palm OS nur zwei Verbindungsprofile unterstützte. Somit hätten Smartphones von Palm weder UMTS noch GPS unterstützen können. Deshalb entschloss sich Palm das mobile Betriebssystem Palm OS nicht weiterzuentwickeln und auch das von Access als Nachfolger von Garnet entwickelte Betriebssystem Access Linux Plattform nicht zu verwenden, sondern ein neues mobiles Betriebssystem zu entwickeln. Fortan wurde an web OS unter dem Codenamen Nova gearbeitet. Was sind nun die Merkmale von WEB OS? Der Kerngedanke des neuen Betriebssystems ist, alles zusammenzuführen. Dies geschieht nicht durch eine Anordnung mehrerer Icons auf dem Smartphone-Desktop, sondern durch eine Art Bildung eines Kartenstapels. Mit dem Finger kann man dann schnell durch die einzelnen Karten flippen. Palms neues Betriebssystem ist ein sogenanntes Multitasking-Betriebssystem für Smartphones mit einem auf Linux basierenden Kernel. Mehrere gleichzeitig geöffnete Anwendungen lassen sich über eine Live-Vorschau durchblättern. Ähnlich wie beim iPhone kommt bei der Bedienung ein das moderne Touchscreen-Verfahren zum Zug. Die gesamten PIM-Daten werden nicht ausschließlich auf dem Gerät abgespeichert, sondern ständig mit Internetdiensten wie z.B. Gmail synchronisiert. Mit Hilfe einer "Synergy" genannten Technik können sämtliche Informationen, die Termine sowie Kontaktdaten aus verschiedenen Quellen im Hintergrund gesammelt und über eine Oberfläche zugänglich gemacht werden. Dadurch hat der User die Möglichkeit, über ein zentrales Adressbuch auf die Kontakte von Facebook, Google oder Outlook zuzugreifen. Dabei werden doppelte Einträge automatisch erkannt, so dass im Adressbuch eines Smartphones auf webOS-Basis nur ein Kontakt erscheint. Diese Technik kann auch im Kalender verwendet werden, um Termine aus unterschiedlichen Quellen in einer Applikation zu verwalten, ohne dass sich der User mit der manuellen Synchronisierung beschäftigen muss.