Das Symbian-Betriebssystem hat zwar keine Monopolstellung, ist weltweit aber die Nummer eins unter den Operating Systems (OS) der Smartphones. Laut einer aktuellen Studie des britischen Marktforschungsunternehmens Canalys liegt Symbian mit 50,3 % weit vor den anderen Betriebssystemen, vor allem auf dem europäischen Markt. Symbian wurde 2008 komplett von Nokia übernommen, ist aber nicht an einen bestimmten Hersteller gebunden. Diese OS bietet jeweils auch noch einen speziellen Plattform-Aufsatz: Am bekanntesten ist wohl hierzulande die S60-Plattform, die auf zahlreichen Nokia-Smartphones, aber zum Beispiel auch auf dem Samsung i8510 innov8 verwendet wird. Bei dem inzwischen eingestellten UIQ auf diversen Sony-Ericsson- und Motorola-Smartphones handelte es sich ebenfalls um eine Symbian-Variante. Das Symbian-OS hat sich nicht zuletzt aufgrund seiner guten Ausstattung weltweit durchgesetzt. Was in der Standardfassung nicht vorhanden ist, kann meinst problemlos nachgerüstet werden. Das Angebot an Zusatzapplikationen für Symbian ist sehr groß. Nach Meinung diverser Experten bringt gerade die S60-Variante sehr gute Multimedia-Qualitäten mit. Die Synchronisation von Kontakt- und Kalenderdaten mit dem klassischen Microsoft-Programm Outlook funktioniert in der Regel reibungslos. Symbian unterstützt verschiedene mobile Office-Anwendungen, auch im Microsoft-Office-Format. Seit Einführung der neuesten Version S60 5th Edition im Oktober 2008 funktioniert das OS auch auf Touchscreen-Geräten wie beispielsweise dem 5800 XpressMusic von Nokia. Hin und wieder wird die Kritik laut, das Symbian OS sei zu schwerfällig und ließe sich nicht für neue Anwendungen programmieren. Die Nokia-Geschäftsführung dementierte im Sommer Gerüchte, wonach neue Smartphones mit dem Alternativprogramm Maemo ausgestattet werden sollen. Für Ende 2009 haben die Entwickler die neue Version Symbian ^2 angekündigt. Symbian wurde in der Vergangenheit sicherheitstechnisch erheblich nachgerüstet, nachdem einige gefährliche Schädlinge aufgetaucht waren. Die Einführung eines neuen, restriktiven Zertifikat-Systems erwies sich als erfolgreich, geriet aber in die Kritik, da es Entwicklern einen Zugriff auf systemnahe Funktionen nur noch nach einer kostenpflichtigen Zertifizierung erlaubte. Dadurch wurde die Entwicklung von Applikationen erschwert, was wiederum zu einer Einschränkung des Programmangebotes für die Anwender führte. Trotz der Kritik und diverser Befürchtungen ist die Software-Versorgung für Symbian-Geräte allerdings nach wie vor herausragend gut. Auf der zentralen Internet-Plattform von Nokia, dem Ovi-Portal findet der Nutzer unter der Rubrik Ovi Store eine breite Auswahl an Applikationen für Symbian-Smartphones. Die Tools kosten zwischen 0,99 Euro und 9,99 Euro. Darüber hinaus werden kostenfreie Anwendungen angeboten.