Einen Marktanteil von 2,8 Prozent hat das Betriebssystem Android im ersten Jahr nach seiner Einführung erreicht. Das geht aus einer aktuellen Studie des Marktforschungsinstitutes Canalys hervor. Ein Android (griech.) ist eigentlich ein menschenähnlicher Roboter. Der Suchmaschinenriese Google wählte diesen Namen für sein Betriebssystem. Das OS basiert auf Linux und wird inzwischen von der so genannten Open Handset Alliance mit 47 Hard- und Software-Herstellern getragen, darunter ITK-Konzerne wie Intel, Samsung, Sony Ericsson, Motorola, HTC und viele weitere. Seit Oktober 2008 wird das erste Smartphone mit dem Android OS verkauft: Dabei handelt es sich um das HTC Dream, das auch unter dem Namen T-Mobile G1 vermarktet wird. Eine richtige Einschätzung des Marktpotenzials ist aktuell schwierig, da das neue Betriebssystem gerade erst am Anfang seiner Karriere steht. Aufgrund der breiten Unterstützung stehen die Chancen insgesamt aber gut, dass das Android seinen festen Platz im Markt finden wird. Das Google-Betriebssystem wirkt auf den ersten Blick übersichtlich und durchdacht. Die Internet-Nutzung, eine Kernfunktion des Android beherrscht der integrierte Browser sehr gut. Leider hat das OS trotzdem noch mit einigen Kinderkrankheiten zu kämpfen: Beispielsweise mangelt es an einer Office-Lösung wie sie andere Smartphones bieten. Dadurch ist das System aktuell für den professionellen Einsatz weniger interessant. Ein weiteres Manko ist die fehlende Flash-Unterstützung, die zum Beispiel zum Abspielen vieler Animationen auf Webseiten benötigt wird. Dieses Problem ist bereits vom Apple iPhone bekannt. Der Synchronisierungsservice funktioniert erwartungsgemäß besonders gut mit Google-Diensten. Ein Abgleich des Kalenders oder von E-Mails im Google-Account geht reibungslos vonstatten, in Zusammenarbeit mit Microsoft-Lösungen sieht es dagegen weniger gut aus. Allerdings lässt sich die Synchronisierung durch nachrüstbare Software in Teilen bereits verbessern. Seit der Markteinführung des T-Mobile G1 existiert im Internet die Software-Plattform Android Market. Im Gegensatz zum App Store von Apple setzt Google bewusst auf ein offenes Konzept, hier können Applikationen ohne strikte Kontrolle angeboten werden. Neben vielen Gratis-Programmen bietet der Android Market kostenpflichtige Apps, die aber zwei Wochen lang unverbindlich getestet und zurückgegeben werden können. Die Applikationen für Android-Handys sind zudem nicht ausschließlich im Android Market erhältlich. Zum Teil finden sie sich auch auf den Websites der jeweiligen Entwickler.